Philosophische Einführung in den frühen Buddhismus

Rezensionen

InKulturA:

"Hansjörg Pfister hat ein Buch veröffentlicht, dessen Zielgruppe sowohl im vorgebildeten Leser, als auch im Laien, der einen Überblick über den frühen Buddhismus sucht, besteht. Beide kommen aufgrund der exakten Darstellung des Autors auf ihre Kosten. Diese Einführung braucht den Vergleich mit anderen, voluminöseren Werken nicht zu scheuen. Im Gegenteil, die präzisen Formulierungen des Autors erleichtern dem Leser den Einstieg in das uns, westlich-philosophisch geprägten Menschen, doch manchmal erschwerte Verständnis der buddhistischen Religion. Fernab von dem in der Sekundärliteratur so oft anzutreffenden Populärbuddhismus und dem Vulgärbuddhismus selbsternannter "Erleuchteter", die in erster Linie auf die Geldbörsen ihrer Adepten schielen, geht Hansjörg Pfister den intellektuell redlichen Weg des genauen Quellenstudiums. Die Leser dieses Buches profitieren davon."   Vollständige Rezension lesen

SandAmMeer:

Auf zweierlei Pfad führt der Autor in den frühen Buddhismus, auch Theravada-Buddhismus und Hinayana-Buddhimus (Buddhismus des kleinen Fahrzeugs) genannt, ein: zum einen, indem er Kernaussagen des Buddha, wie sie im Pali-Kanon, der ältesterhaltenen buddhistischen Schrift zu finden sind, mit dem Instrumentarium der abendländischen Filosofie, insbesondere der kritischen Filosofie von Immanuel Kant, durchleuchtet, zum andern, indem er diese Aussagen mit anderen indischen Denkrichtungen zur Zeit Buddhas, um etwa 500 v. Chr., vergleicht.   Vollständige Rezension lesen

BuchTest.com:

Hervorragende philosophische Aufschlüsselung des Buddhismus – mit leider falscher Schlussfolgerung!
Der Autor beginnt sinnvoller Weise damit, das philosophische System, in welches der historische Buddha vor gut 2500 Jahren hineingeboren wurde, zu beschreiben. Er zeigt, wie in den Veden und dem Vedanta viele Grundzüge des Buddhismus bereits enthalten waren, dass aber ein Satz des Buddha die bestehende Metaphysik aushebelte. Dieser Satz beginnt noch der damaligen Logik entsprechend: „Wenn A ist, dann folgt daraus B. Wenn A entsteht, dann entsteht auch B. Wenn B nicht ist, dann ist auch nicht A.“ Nun folgt aber eine neue Annahme: „Wenn B aufgelöst wird, wird auch A aufgelöst.“   Vollständige Rezension lesen
(Die "falsche Schlussfolgerung" bezieht sich auf meine Darstellung der buddhistischen Karmalehre, Anm. des Autors)

ReadMe:

Für alle, die wirklich Bescheid wissen wollen, was Buddhismus bedeutet - hier wird die wissenschaftliche Seite dieser Weltreligion an Hand ihrer frühen Ausprägung dargestellt. Ein Buch das Lesemühe erfordert, Engagement und Aufmerksamkeit. Wer sie aufbringt, wird allerdins mit vielen, normalerweise unbekannten Fakten belohnt.

Der Autor [..] kennt sich aus und breitet seinen Wissenschatz voller wissenschaftlicher Akribie vor dem Leser aus. Der darf allerdings nicht nach einem leichten Einführungsbuch suchen [..]. Durch die "Philosophische Einführung in den frühen Buddhismus" muss man sich durchwühlen - von der "vedischen Epoche" bis zum "buddhistischen Karmabegriff". Wer das schafft, sieht diese Religion allerdings mit anderen Augen und - so glaube ich - mit sehr viel mehr Verständnis.   Vollständige Rezension lesen

Literaturkritik.de:

Dieses Buch hat sich viel vorgenommen. Es will eine allgemein verständliche Einführung in den Buddhismus und zugleich eine philosophische Grundlegung sein, die sogar Neuland betritt. Ersteres ist im Zeitalter der Einführungen, Gesamtdarstellungen und Schnellkurse sowie eines allgemein gestiegenen Interesses an Religion und Mythologie nicht neu. Das weiß auch der Autor, und deshalb nimmt er als Rechtfertigung für eine weitere Einführung in den Buddhismus einen philosophischen Ansatz und zieht Vergleiche mit Denksystemen der europäischen Philosophiegeschichte. Buddhismus und Philosophie einerseits und ein populärwissenschaftlicher Anspruch andererseits - kann das gut gehen?   Vollständige Rezension lesen

Theologische Literaturzeitung Oktober 2005 (Nr. 130):

[..] Sehr zu loben ist der Anhang - Teil, den der Verfasser gekonnt und sorgfätig präpariert hat. Zwar knapp aber sachdienlich und für die Leser sehr hilfreich gibt der Verfasser einige zentrale Stellen aus den buddhistischen Schriften und Hinduschriften an.
Auch wenn der Titel "Philosophische Einführung in den frühen Buddhismus" ein wenig ambitiös erscheint, bin ich einverstanden mit dem Versuch und dem Anliegen des Verfassers, die "Einzigartigkeit" der Lehre Buddhas thematisiert zu haben.[..]

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